Pressemitteilung
WM 2026 – Wassermangel im Saarland: ÖDP Saar fordert Niedrigwasser-Aktionsplan
Das Thema Niedrigwasser ist nur ein Beispiel für viele Probleme, die uns durch den Klimawandel erwarten. Die ÖDP wird nicht müde, auf eine Verlangsamung der Klimaeinwirkung hinzuweisen. Gleichzeitig wollen die Öko-Demokraten konkrete Maßnahmen erarbeiten, die uns auf die bereits absehbaren Folgen des Klimawandels vorbereiten.
Einzelne saarländische Gewässer haben wieder einmal besorgniserregende Niedrigwasserstände erreicht (z.B. https://iksms.rlp-umwelt.de/servlet/is/2000902/), mit nicht absehbaren dramatischen Konsequenzen für die Grundwassersituation und damit die Trinkwasserversorgung auf der einen Seite und einem regelrechten Vertrocknen der Natur, von Bachläufen bis Bäumen, die vorzeitig ihr Laub abwerfen, auf der anderen. Einige Bäche verlagern dieser Tage ihre Quelle an die Kläranlage und das Saarland steuert in den nächsten Wochen auf neue Niedrigwasserstände zu. Ökologisch ist das Thema Niedrigwasser von herausragender Bedeutung. So hängt die Lebensgrundlage der Lebewesen in unseren Gewässern in extremer Weise vom Sauerstoffgehalt, dieser von der Temperatur und den Nährstoffverhältnissen und diese letztlich auch von der zur Verfügung stehenden Abflussmenge ab.
Angesichts der Klimaprognosen für das Saarland, die für die Zukunft verstärkt sommerliche Trockenheit voraussagen, fordert die ÖDP Saar schon seit Jahren einen Niedrigwasseraktionsplan für das Saarland, der auch zeitnah und nicht erst in Jahrzehnten umgesetzt wird. Dazu gehören unter anderem:
Eine weitergehende Förderung der Regenwasserentflechtung der Abwassersysteme, sowohl der Siedlungen als auch in der freien Landschaft. Regenwasser gehört in der Fläche versickert und nicht in die Kanalisation entsorgt
Entwicklung einer langfristigen Strategie, um von der weit verbreiteten Mischwasserkanalisation zur Trennkanalisation zu gelangen
Förderung der Entwicklung von kommunalen Regenwassernutzungskonzepten (Bewässerung, Löschwasser, etc.)
Schaffung von Kleinstrückhalten in der freien Landschaft und den Siedlungsräumen mit Versickerung
Schaffung von Löschteichen in Waldgebieten
Schaffung von Versickerungsmöglichkeiten in Siedlungsräumen
Minimierung der Bodenerosion auf Ackerflächen auf das Niveau der Bodenbildungsrate
Verringerung des Fremdwasseranteils in den Kläranlagen auch unter Einbeziehung der Verringerung der „Hausdrainagen“
Rückbau von versiegelten Flächen
Verstärkte unabhängige Kontrolle der Abwassereinleitungen aus Kläranlagen während Niedrigwasserphasen, insbesondere Reduktion der Ablaufgrenzwerte, z. B. für Phosphor und Verordnung von geeigneten Grenzwerten zur Einhaltung der WRRL-Richtwerte
Vermeidung von unerlaubten Wasserentnahmen aus den Gewässern
Schaffung geeigneter Vorwarn- und Informationssysteme für Verwaltung und Gesellschaft
Das Thema Niedrigwasser ist nur ein Beispiel für viele Probleme, die uns durch den Klimawandel erwarten. Die ÖDP wird nicht müde, auf eine Verlangsamung der Klimaeinwirkung hinzuweisen. Gleichzeitig wollen die Öko-Demokraten konkrete Maßnahmen erarbeiten, die uns auf die bereits absehbaren Folgen des Klimawandels vorbereiten.
