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Taubenhäuser helfen Tier und Mensch

Tauben gehören vielerorts zum alltäglichen Stadtbild. Für die einen stellen sie eine Belebung des urbanen Grau dar, für andere gelten sie als Schmutzverursacher und ungebetene Gäste.

Die saarländische Europaabgeordnete Manuela Ripa spricht sich für den Einsatz von Taubenhäusern aus. Sie stellen eine tierschutzkonforme und kostengünstige Maßnahme dar, die sowohl der Stadttaube als auch dem Menschen hilft.

Brüssel/Saarbrücken, 27. April 2021 – Tauben gehören vielerorts zum alltäglichen Stadtbild. Für die einen stellen sie eine Belebung des urbanen Grau dar, für andere gelten sie als Schmutzverursacher und ungebetene Gäste. Auch in der Landeshauptstadt Saarbrücken entflammen immer mal wieder Diskussionen um den Umgang mit den gefiederten Stadtbewohnern. Dabei gibt es nach Meinung der saarländischen Europaabgeordneten Manuela Ripa (ÖDP) eine Lösung, die für alle Betroffenen sehr hilfreich wäre: „Durch das ausreichende Aufstellen von Taubenhäusern, kann der Stadttaube ein geeigneter Rückzugsort gegeben werden. Hierbei wird allerdings nicht nur dem Vogel gedient, auch der Mensch profitiert davon.“ Denn die installierten Taubenhäuser, die als Brutplatz genutzt werden, erlauben Tierschützern die notwendige Geburtenkontrolle. Hierbei wird das Gelege durch Attrappen ersetzt, was zu einer Senkung der Geburtsrate führt. „Dieses Konzept hat sich mittlerweile als tierschutzkonform etabliert und führt zu einem wesentlich entspannterem Zusammenleben von Mensch und Stadttaube. Wir dürfen bei der ganzen Debatte auch nicht vergessen, dass es sich bei der Stadttaube um ein inzwischen wieder verwildertes Haustier handelt, das der Mensch erst in unsere Städte gebracht hat. Daher tragen wir für die Stadttaube auch weiterhin Verantwortung“, unterstreicht Manuela Ripa, die sich als Vizepräsidentin der interfraktionellen Gruppe zum Tierschutz im Europäischen Parlament vollumfänglich für solche Stadttaubenprojekte ausspricht und ergänzt: „Daher habe ich einen Brief an den Deutschen Städte- und Gemeindebund gerichtet, in dem ich mich eben für die Umsetzung solcher Projekte positioniere und zu deren Umsetzung aufrufe. Wenn man bedenkt, dass es auch Taubenfütterungsverbot mancherorts gibt, unterstreicht dies nochmals die Notwendigkeit von Taubenhäusern.“ Gerade im Vergleich zu kostenintensiven Vergrämungsmethoden sind die kostengünstigen Taubenschläge eine sinnvolle und vor allem nachhaltige Lösung, um das Spannungsfeld zwischen Stadttauben und ihren Kritikern zu lockern. So könnten auch eigenständig initiierte Maßnahmen von Privatpersonen minimiert werden, die den Vögeln schaden: „Das Tierschutzgesetz, das Bundesnaturschutzgesetz sowie Bundesartenschutzverordnung sprechen der Stadttaube den allgemeinen Schutzstatus zu, weshalb jegliche Absichten, Stadttauben durch das Auslegen von Fallen oder Gift Schaden zuzufügen, auf das schärfste zu verurteilen sind.“