Pressemitteilung
ÖDP Saar stellt Weichen für die Landtagswahl 2027
Die ÖDP Saar hat auf ihrer Wahlversammlung in Güdingen die ersten Listen für die Landtagswahl 2027 aufgestellt.
Angeführt wird die Landesliste von Dr. Claus Jacob aus St. Ingbert und Andreas Goldschmidt aus Völklingen. Bereits am 7. März wurde zudem die Kreiswahlliste für den Wahlkreis Saarbrücken mit Tobias Braun, Manuela Ripa und Andreas Goldschmidt beschlossen.
Mit ihrem Programm will die ÖDP Saar eine echte ökologisch-soziale Alternative zur Politik der etablierten Parteien bieten. Im Mittelpunkt stehen Umwelt- und Naturschutz, soziale Gerechtigkeit wie z.B. bezahlbare Pflege für alle sowie sichere Renten, Bildung, regionale Wirtschaftskreisläufe und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
„Die ÖDP ist die einzige Partei, die Politik konsequent von Ökologie und sozialem Miteinander her denkt und nicht von Wirtschaftswachstum, Wettbewerb und sozialem Gegeneinander“, betont Spitzenkandidat Dr. Claus Jacob.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Bildung und Zukunftskompetenzen. Tobias Braun, Spitzenkandidat für den Wahlkreis Saarbrücken, fordert moderne Lehrpläne, mehr Freiräume für altersgerechtes Lernen, ein Handyverbot an Schulen sowie einen KI-Führerschein für Schülerinnen und Schüler, um einen kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu fördern. "Wir haben heute nicht mehr die Gewissheit, welches Wissen die Schüler in 20 oder 30 Jahren tatsächlich brauchen werden. Deshalb sollten wir uns besonders darauf konzentrieren, bei den Schülern ein Fundament an Fähigkeiten zu legen, auf dem sie in Zukunft selbständig aufbauen können."
Gleichzeitig müssten Lehrkräfte gestärkt werden. Alle gesellschaftlichen Herausforderungen werden in den Schulen wie in einem Brennglas gesammelt. Mit den jetzigen Ressourcen ist es kaum möglich, den Schülern und unserem Anspruch an Bildung wirklich gerecht zu werden. Die berufliche Ausbildung spielt in einem Industriestandort wie dem Saarland eine besondere Rolle. Wir müssen die Feststellung der Betriebe ernst nehmen, dass viele Auszubildende - auch mit Schulabschluss - nicht ausbildungsfähig sind. Forschung und Hochschulen müssen gezielter unterstützt werden, damit das Saarland gute Arbeitsplätze in zukunftsfähigen Branchen halten kann.
Im Elementarbereich sollten perspektivisch für jedes Kind ein Kita-Platz zur Verfügung stehen und die Kita-Gruppen ausreichend personalisiert sein, um auf die gewachsenen Anforderungen der Kinder und Familien eingehen zu können.
Auch die Themen Tierschutz, Klimaschutz, Sicherung von Artenvielfalt und Lebensgrundlagen, regionale Produkte, Kreislaufwirtschaft und Ehrenamt spielen für die ÖDP eine zentrale Rolle. „Wirtschaft darf nicht auf Kosten von Mensch und Natur wachsen. Arbeit muss gerecht verteilt und bezahlt werden und Raum für Familie, Ehrenamt und gesellschaftlichen Zusammenhalt lassen“, so Jacob.
Kritisch sieht die ÖDP weiterhin die hohen Hürden für kleinere Parteien. Um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden, müssen erneut rund 900 Unterstützungsunterschriften gesammelt werden. „Eine wirklich lebendige Demokratie braucht faire Chancen für politische Vielfalt“, erklärt die Partei.
Die ÖDP Saar kündigt an, in den kommenden Monaten verstärkt den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu suchen und ihre Ideen für ein nachhaltiges und gerechtes Saarland vorzustellen.
