Zur Hauptnavigation springen Zum Hauptinhalt springen

Pressemitteilung

ÖDP Saar fordert konsequenten Klimaschutz und schnellere Klimaanpassung im Saarland – Natur muss die Leitplanken vorgeben

Der verheerende Waldbrand im belgischen Hohen Venn und die Rauch- und Feinstaubbelastungen, die bis ins Saarland zu spüren waren, zeigen erneut: Umwelt- und Klimakrisen machen nicht an Landesgrenzen halt.

„Der Rauch über dem Saarland hat uns sehr unmittelbar vor Augen geführt, wie eng wir im Herzen Europas miteinander verbunden sind“, erklärt die ÖDP Saar.

Welche konkrete Ursache den Brand ausgelöst hat, wird derzeit noch ermittelt. Klar ist aber: Hitze, Trockenheit und ausgetrocknete Landschaften erhöhen das Risiko, dass sich Brände schnell ausbreiten und immer schwerer kontrollierbar werden. Deshalb müssen Klimaschutz und Klimaanpassung gleichermaßen vorangetrieben werden.

Dabei muss die Natur die Leitplanken vorgeben. Gesunde Wälder, intakte Böden, Moore, Auen und natürliche Gewässer speichern Wasser, binden CO₂ und helfen, die Folgen von Hitze, Dürre, Starkregen und Hochwasser abzumildern. Natur-, Klima- und Katastrophenschutz gehören deshalb zusammen.

Die ÖDP Saar begrüßt, dass Europa bei Katastrophen solidarisch zusammensteht und die EU den gemeinsamen Katastrophenschutz und die Notfallvorsorge weiter stärken will. Diese Solidarität darf jedoch nicht erst einsetzen, wenn es bereits brennt.

„Wenn wir in der Katastrophe europäisch solidarisch handeln, müssen wir genauso solidarisch bei Klimaschutz und Vorsorge sein. Es reicht nicht, gemeinsam Brände zu löschen und anschließend die Schäden zu bezahlen. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Risiken durch Klimawandel und zunehmende Extremereignisse nicht immer größer werden.“

Das gilt auch ganz konkret für das Saarland. Als dicht besiedelte und waldreiche Grenzregion muss das Saarland seine Vorsorge gegen Hitze, Trockenheit, Waldbrände, Starkregen und Hochwasser konsequent weiterentwickeln. Wälder müssen widerstandsfähiger werden, Wasser muss stärker in der Landschaft gehalten, Flüsse und Bäche müssen renaturiert und Städte und Gemeinden begrünt und entsiegelt werden. Gleichzeitig müssen Feuerwehren und Katastrophenschutz gut ausgestattet und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unseren europäischen Nachbarn weiter ausgebaut werden.

Auch bei anstehenden Investitionen in Straßen, öffentliche Gebäude und kommunale Infrastruktur muss Klimaresilienz von Anfang an mitgedacht werden.

„Klimaanpassung ist kein Ersatz für Klimaschutz – und Klimaschutz macht Anpassung nicht überflüssig. Wir brauchen beides. Und wir müssen heute vorsorgen, statt morgen immer höhere Schäden zu bezahlen. Das gilt für Europa genauso wie für das Saarland.“

Zurück