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ÖDP gegen Vernichtung der Primstalbahn

Groß: Radweg muss abseits der Bahntrasse entstehen

(Schmelz/Saarbrücken, 07.09.2021) Die ÖDP Saar lehnt die Pläne der Landesregierung, den alten Streckenverlauf der Primstalbahn mit einem Radweg zu überbauen, entschieden ab.

Philipp-Noah Groß (ÖDP) kritisiert offensichtliche Verstöße gegen die bestehenden Verkehrspläne des Landes: „Im Verkehrsentwicklungsplan für den ÖPNV ist ausdrücklich die Option einer Verlängerung der Primstalbahn ins Waderner Stadtgebiet festgehalten. Zwischen Limbach und Büschfeld ist das nur auf der alten Bahntrasse machbar. Daher würde eine Überbauung einer Verlängerung nach Wadern zwangsläufig im Weg stehen und sie praktisch auf Dauer verhindern. Verkehrsministerin Rehlinger begeht damit eine Verhinderungsplanung und koppelt ausgerechnet ihre Heimatgemeinde vom Bahnverkehr ab. Das schadet nicht zuletzt der touristischen Attraktivität der Region.“

Die in der Planung angeführten Argumente sind für die ÖDP Saar nicht nachvollziehbar:

  • Es wird behauptet, dass ein Radweg als Trassensicherung dient, damit der Streckenverlauf in Zukunft für Bahnzwecke genutzt werden kann. Das ist falsch, denn ein Radweg auf der Bahntrasse muss im Falle einer Reaktivierung verlegt werden, was schätzungsweise Kosten von über einer Million Euro plus Planungskosten verursacht. Daher verteuert und verkompliziert er die Reaktivierung, anstatt sie zu erleichtern.
  • Es wird behauptet, dass eine Verlängerung der Bahnstrecke wegen der Nutzen-Kosten-Analyse und wegen einer angeblich langen Planungsdauer unrealistisch ist. Das ist falsch, denn die Landesregierung kann sich problemlos entscheiden, alle Bahnstrecken aus dem VEP in den nächsten 10 Jahren zu reaktivieren. Aufgrund der Förderprogramme vom Bund ist das finanziell machbar. Die Langwierigkeit der Planungen ist der schleppenden Arbeitsweise der Landesregierung geschuldet und nicht naturgegeben.

Die ÖDP Saar fordert die Landesregierung auf, die Überbauungspläne zu verwerfen. Stattdessen soll die Verlängerung der Bahnstrecke nach Büschfeld direkt gemeinsam mit einem Radweg abseits der Bahnstrecke geplant werden, um den VEP schnellstmöglich umzusetzen. „Als Sofortmaßnahme für sicheres Radfahren auf der Landstraße plädiere ich für mehr Geschwindigkeitskontrollen. Zudem sollte eine vorübergehende Reduktion auf Tempo 50 oder 60 in Betracht gezogen werden, um die Gefahren für Radfahrer zu minimieren“, erklärt Groß abschließend.

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