Energie- und Mobilitätsprogramm der ÖDP Saar

Trotz vieler kleiner Fortschritte im Rahmen der Energie- und Mobilitätswende bleibt die Situation für Leben und Umwelt im Saarland ausbaufähig. Auch wenn richtige Maßnahmen begonnen wurden, so hinkt doch die Realität dem Anspruch hinterher. Die Verkehrswende kommt im Saarland nicht voran. Es hat zum Beispiel die wenigsten E-Ladestationen pro Kopf und noch keine Wasserstoff-Tankstelle. Damit ist das Saarland Schlusslicht beim Umstieg auf die E-Mobilität. Die Anzahl der emissionsfreien Fahrzeuge konnte daher trotz einiger Anreize nicht entscheidend gesteigert werden. Zudem ist der ländliche Bereich, wo viele ältere Mitbürger*innen zuhause sind, vom ÖPNV abgekoppelt. Zusammen mit emissionsintensiven Kraftwerken und veralteten Feststoffheizungen belastet eine solche verfehlte Umwelt- und Verkehrspolitik zunehmend unsere Luft und damit unsere Gesundheit. Wir wollen uns politisch dafür einsetzen, dass das Saarland nicht mehr Sorgenkind in der Energie- und Verkehrswende bleibt, sondern mit gutem Beispiel voran geht. Es gibt viele gute Ansätze, die es auszubauen gilt. Daher fordert die ÖDP Saar: 

1. Ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept, das modernste Technologien im Bereich Energie und Verkehr zum Wohle von Mensch und Umwelt entwickelt und einsetzt.

2. Alle staatlich und europäisch erhältlichen Mittel für die Verkehrswende sollen genutzt werden, um den Ausbau von E-Ladestationen und Wasserstofftankstellen voranzutreiben.

3. Der ÖPNV muss ebenfalls ausgebaut werden! Auch mit Blick auf den demographischen Wandel ist er schon jetzt nicht mehr zeitgemäß. Bus- und Bahnstrecken müssen wiederbelebt werden.

4. Die Radwege im Saarland sind oft in einem bedauernswerten Zustand oder fehlen ganz. Selbst andernorts übliche Fahrrad-Hochburgen, wie z.B. Hochschulen, sind im Saarland mit dem Fahrrad kaum zugänglich. Wir fordern daher auch einen massiven Ausbau des Fahrradnetzes im Saarland. Denn in Zukunft wird dem traditionellen Fahrrad, aber auch innovativen Elektro-Fahrrädern eine wesentliche Rolle bei der Mobilität von Jung und Alt, in Städten und auf dem Land, zukommen.

Richtig verstanden ist dabei das ökologische Handeln nicht der Feind von Energie und Mobilität, sonder erschließt neue Möglichkeiten und Industrien, z.b die lokale Verwertung von Biomasse und Abfällen als Energieträger oder den Einsatz eines Netzwerkes von Ladestationen für Wasserstoff-Tankstellen. 

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