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Tönnies und ähnliche Schlachtbetriebe für immer schließen!

Untersuchungsausschuss im Europäischen Parlament zuständig machen

Der Corona-Ausbruch mit mehr als 650 Neuinfizierten in einem Schlachtbetrieb des Branchenriesen Tönnies muss zu sofortigen Konsequenzen führen. Derart geführte Schlachthöfe stellen eine gravierende Gefahr für die Gesundheit dar und müssen für immer geschlossen werden.

Die ÖDP Saar fordert ein scharfes Vorgehen der Behörden, um Ordnung in eine Branche zu bringen, die offenbar seit Jahren aus dem Ruder gelaufen ist. So werden weder die geltenden Tierschutzgesetze eingehalten, noch werden die maßgeblichen Hygienebedingungen beachtet. Die Bundesregierung und die zuständigen Landesbehörden müssen der Profitsucht in der Fleischindustrie endlich Einhalt gebieten.

Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen waren in den vergangenen Monaten immer wieder in den Schlagzeilen. Aufgrund der katastrophalen Verhältnisse sie sind regelrechte „Corona-Hotspots“. Die Missstände bei den Bedingungen von Arbeit und Unterbringung der oft aus Osteuropa stammenden Beschäftigen sind seit vielen Jahren bekannt.

Am Hauptstandort von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück schlachtet das Unternehmen nach eigener Angabe pro Tag mindestens 20.000 Schweine. Zu den aktuellen gesundheitlichen Gefahren für die Menschen kommt, dass das „System Tönnies“ die grundsätzlichen Menschenrechte der Beschäftigten grob verletzt. Die Profitsucht des europäischen Marktführers bei der Schweineschlachtung führt neben katastrophalen Arbeitsverhältnissen insbesondere auch zu unermesslicher Tierqual und zu einer massiven Schädigung der Umwelt durch Schlachtabfälle.

Das Europäische Parlament wird im Juli über die Zusammensetzung eines Untersuchungsausschusses zum Thema Tiertransporte entscheiden. Manuela Ripa, stellvertretende Landesvorsitzende der ÖDP Saar und künftige saarländische Abgeordnete im EU-Parlament fordert, die Zuständigkeit dringend um das Thema Schlachthöfe zu erweitern. „Es ist jetzt an der Zeit, dass dieser unhaltbare Zustand beendet wird und auch zivil- und strafrechtliche Konsequenzen ergriffen werden. Wer aus Gewinnsucht das Leben und die Gesundheit der Menschen aufs Spiel setzt, gehört vor Gericht und muss hierfür haftbar gemacht werden!"

Die ÖDP Saar fordert:

- ein Verbot quälerischer Intensivhaltung von sogenannten Nutztieren,
- die komplette Streichung der Subventionen für Schlachthöfe,
- das sofortige Ende des "Systems Tönnies".

(Bildquelle: Pixabay_ istockphoto-945849940-170667a; Symbolbild)


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