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Droht drittes Trockenjahr in Folge?

Die Saarländische Presse und der SR melden, dass die Landwirtschaft unter der anhaltenden Trockenheit leidet. Das Getreide hat zum Teil schon gekeimt und benötigt in dieser wichtigen Wachstumsphase dringend Feuchtigkeit. In weiten Teilen des Saarlandes hat es im April nicht geregnet und ein tagelanger, starker Ostwind sowie fast hochsommerliche Temperaturen haben Felder und Wälder ausgetrocknet. Der April könnte – was die ausbleibenden Niederschläge und den damit verbundenen Wassermangel betrifft – ein neuer Rekordmonat im Saarland werden.

Auch die Milchbauern bekommen wetterbedingte Probleme, denn das Gras wächst langsamer als sonst und es wird mit einer Einbuße des Weidefutters von 50 Prozent gerechnet. Die saarländischen Landwirte könnten dadurch gezwungen sein, einen Teil ihres Getreides an Rinder und Milchkühe zu verfüttern.

Möglicherweise steht ein drittes Trockenjahr bevor, was zu negativen Auswirkungen für Natur und Artenvielfalt, aber auch zu erheblichen Einnahmeausfällen für Forst- und Landwirtschaft führen könnte.

Die Klimaerwärmung mit all ihren katastrophalen Auswirkungen, die durch die aktuelle Corona-Krise in den Hintergrund geraten ist, schreitet voran und dürfte, falls wir nicht energisch gegensteuern, ein Vielfaches an finanziellen Schäden, aber auch an Schäden an der Natur verursachen. Letzteres lässt sich auch mit keinem Milliarden-schwerem Hilfsprogramm wieder beseitigen.

Deshalb sollte die Politik die Corona-Pandemie auch als Gelegenheit begreifen, jetzt die Weichen für eine Zeit danach zu stellen und einerseits auf nachhaltige und CO2-neutrale Technologien - wie beispielsweise Wasserstoff – zu setzen und andererseits die Gesellschaft auf ein nachhaltiges Konsumverhalten vorzubereiten.

Vielleicht sind wir trotz aller negativer Vorzeichen doch fähig, aus den massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Klimaerwärmung zu lernen, dass wir nicht mehr so weitermachen können wie bisher.


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